Gerade rollt LinkedIn eine neue Kennzahl für die Beitragsanalysen aus. Sie ist auf den ersten Blick unscheinbar – liefert aber eine Erkenntnis, auf die viele Content Creator schon lange gewartet haben.
Denn erstmals zeigt LinkedIn an, wie viele Impressionen eines Beitrags aus dem eigenen Netzwerk stammen und wie viele von Menschen erzielt wurden, die Ihnen noch gar nicht folgen oder mit Ihnen vernetzt sind.

Natürlich habe ich mir meine Zahlen sofort angesehen. Und dabei ist mir etwas Spannendes aufgefallen:
- Immer dann, wenn ich einen fachlichen Beitrag mit konkretem Nutzwert veröffentliche – beispielsweise Tipps zur Nutzung von LinkedIn oder Erläuterungen zu neuen Funktionen –, stammen regelmäßig mehr als zwei Drittel der Impressionen von Menschen außerhalb meines Netzwerks.
- Ganz anders sieht es bei persönlichen Beiträgen aus. Wochenreflexionen, Einblicke in meinen Arbeitsalltag oder Beiträge mit einem Selfie werden überwiegend von meinem bestehenden Netzwerk gesehen. Hier kommen häufig mehr als zwei Drittel der Impressionen von Personen, die bereits mit mir vernetzt sind.
Das passt sehr gut zu dem, was wir über den neuen LinkedIn-Algorithmus wissen:
- Fachliche Beiträge mit hohem Informationswert werden bevorzugt an Personen ausgespielt, die sich für das jeweilige Thema interessieren – unabhängig davon, ob sie bereits Teil des eigenen Netzwerks sind. Solche Inhalte eignen sich deshalb hervorragend, um neue Zielgruppen zu erreichen und die eigene Sichtbarkeit auszubauen.
- Persönliche Beiträge erfüllen dagegen eine andere Aufgabe: Sie stärken die Beziehung zum bestehenden Netzwerk, fördern Kommentare und Gespräche und tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen.
Beide Formate haben also ihren Platz – allerdings mit unterschiedlichen Zielen.
Wer künftig seine Beitragsanalysen regelmäßig auswertet, erhält nicht nur mehr Transparenz über die eigene Reichweite – sondern auch wertvolle Hinweise darauf, welche Inhalte den Netzwerkaufbau fördern und welche vor allem die Bindung zur bestehenden Community stärken.
Haben Sie die neue Kennzahl schon in Ihren Beitragsanalysen entdeckt? Und erkennen Sie bei Ihren Beiträgen ähnliche Muster?



2 Kommentare. Leave new
Leider kann ich diese neue Kennzahl nicht finden? Ist sie schon für alle verfügbar?
LinkedIn rollt neue Funktionen immer nach und nach aus – es kann sein, dass sie bei Ihnen noch nicht verfügbar ist.